9 Tipps vor deiner Videokonferenz
Autorin: Kerstin Winterboer
veröffentlicht am: 16. Februar 2021
In der Kategorie: Tipps | Videokonferenz

Hey, 

mit einfachen, sofort umsetzbaren Tipps kannst du dich optimal auf deine nächste Videokonferenz vorbereiten. Kleine Übungen und Quick-Tipps helfen dir spür-, hör- und sichtbar dein Instrument Stimme schonend und souverän einzusetzen. Überzeuge und begeistere deine Hörer*innen mit „Stimme und Sprechen im Einklang“! 

Sofort umsetzbar – kurz und prägnant – zum Anpinnen für die Pinnwand 

Quick-Tipps

9 Tipps – vor deiner Videokonferenz: 

  1. Sorge für ein stimmfreundliches Raumklima! 
  1. Recke und strecke – rüttle und schüttele dich! 
  1. Trage bequeme Kleidung! 
  1. 30-60 Sekunden: Pantomime-Lachen! 
  1. Wärme deine Stimme auf: Gähne bei weit geöffnetem Mund herzhaft und laut! 
  1. Finde deine natürliche Sprechstimme, indem du 3-5-mal auf den Buchstaben M summst! 
  1. Lasse deine Lippen flattern (Pferdeschnaufen: brrrr)! 
  1. Atme auf F aus! 
  1. Habe Freude und Spaß! 

Und warum das Ganze? 

  1. Sorge für ein stimmfreundliches Raumklima! 

Warum: Frische Luft und Luftfeuchtigkeit dienen deiner Stimmbandpflege und deiner Atmung.  

  1. Recke und Strecke – Rüttle und schüttele dich! 

Warum: Du regulierst die Körperspannung. Merke: Wenn dein Körper verspannt sein sollte, so sind auch deine Stimmbänder davon betroffen. Deine Stimmbänder brauchen einen entspannten Körper, um optimal wirken zu können. Das gilt ganz besonders für deine Schulter-Nacken-Muskulatur! 

  1. Trage bequeme Kleidung! 

Warum: Deine Kleidung sollte deinen Bauchraum nicht einengen. Dein Zwerchfell und deine Rippenmuskulatur sollten frei und locker ihrer Funktion Atmung nachgehen dürfen. 

  1. 30-60 Sekunden Pantomime-Lachen! 

Warum: Lachen ist gesund! Lachen produziert Freudenhormone (Endorphine). Durch das Lachen (auch künstliches Lachen, mind. 60 Sekunden die Grimasse halten) wird dem Gehirn Freude signalisiert. Das wirkt sich positiv auf deine Stimme und deine Stimmung aus! 

Außerdem kann das Lachen Nervosität oder Lampenfieber senken. 

  1. Wärme deine Stimme auf: Gähne bei weit geöffnetem Mund herzhaft und laut! 

Warum: Gähnen schafft Weite im Mund-, Rachen- und Halsraum. Dein Sprechen wird deutlicher! 

  1. Finde deine natürliche Sprechstimme, indem du 3-5-mal auf den Buchstaben M summst! 

Warum: Deine natürliche oder persönliche Sprechstimmlage ist für dich die ökonomischste Weise zu sprechen. Das heißt, dein Sprechen ist im Einklang mit deinem Körper und den Sprechfunktionen Haltung, Muskulatur, Atmung und Stimmgebung. 

Vorstellungshilfe: Stell dir folgende Situation vor: Du telefonierst, hörst dem/r Redner*in zu und bestätigst die Aussagen mit Mhh, Mhhhhh, Mh.  

  1. Lasse deine Lippen flattern (Pferdeschnaufen: brrrr)! 

Warum: So lockerst du deine Muskulatur. Eine mittlere Spannung ist optimal für deine Atmung und Stimmgebung. 

  1. Atme auf F aus! 

Warum: So kannst du hervorragend deine Atembewegung wahrnehmen und deine Muskulatur lockern. 

30 Sekunden vor deiner Videokonferenz:  3-4-mal langsam ausatmen reduziert deinen Druck oder gar Lampenfieber. Auch Lachen ist Ausatmung und wirkt dem Lampenfieber entgegen. Vergiss folglich den alten, nicht korrekten Mythos: „Hol erst mal tief Luft.“ Das Gegenteil ist der Fall! 

  1. Habe Freude! 

Warum: Deine Freude lockert dich und überträgt sich auf deine Zuhörer*innen. 

Außerdem ist deine Sprechfreude in deiner Stimme hörbar! 

Und sonst noch:  

Deine Stimme wirkt. Immer!  

Stimmgebung ist ein hochkomplexes System. Wenn wir auf die Welt kommen ist das System bereits voll funktionstüchtig. Was hast du zuerst getan – auch wenn du dich selbst nicht erinnerst? Natürlich: Schreien – Atmen!  

Das System „Stimme“ wird im Laufe deines Lebens von vielen Faktoren beeinflusst. Schon in der frühen Kindheit hat deine Stimme Veränderungen durchlaufen.  

Durch deine Stimme und dein Sprechen vermittelst du deinen Zuhörer*innen nicht ausschließlich Inhalte. Denn deine Stimme und deine Körpersprache können soviel mehr.  

Du kennst es bestimmt selbst. Erinnere dich zurück: Die tröstende Stimme deiner Eltern, die beruhigende Stimme der Erzieherin, die lebhaften Stimmen deiner Freunde. Doch bestimmt gab es auch nervige Stimmen, kratzige Stimme, monotone Stimmen. Stimme kann so viel mehr. 

Deine Stimme spiegelt deine Stimmung wieder. Somit überträgst du deine Stimmung mit der Stimme auf deine Zuhörer*innen. Denn du steckst über deine Spiegelneuronen deine Zuhörer an. 

Präsentieren ist über den Inhalt hinaus überzeugender, wenn sich die Stimme auch noch gut anhört, ja – stimmig klingt. 

Für Radio- und TV- Moderator*innen ist ein Rede- und Stimmtraining selbstverständlich. Auch Schauspieler*innen und Politiker*innen haben in der Regel Ausbildungen in den Bereichen Stimmbildung und Sprecherziehung durchlaufen.  

Profitiere auch du! 

Viel Erfolg und Freude! 

Ausblick: 9 Tipps während deiner Videokonferenz 

Höre auch: Federwelt-Fachtalk-Podcast zum „Thema Räuspern“ – Kerstin Winterboer im Interview mit Chefredakteurin Anke Gasch von der Fachzeitschrift „Federwelt“ 

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