9 Tipps – während deiner Videokonferenz
Autorin: Kerstin Winterboer
veröffentlicht am: 17. Februar 2021
In der Kategorie: Tipps | Videokonferenz

Hey, 

mit einfachen, sofort umsetzbaren Tipps kannst du dich optimal auf deine nächste Videokonferenz vorbereiten. Kleine Übungen und Quick-Tipps helfen dir spür-, hör- und sichtbar dein Instrument Stimme schonend und souverän einzusetzen. Überzeuge und begeistere deine Hörer*innen mit „Stimme und Sprechen im Einklang“! 

Quick-Tipps 

  1. Nimm Haltung ein: Sitze gut aufgerichtet und locker auf dem vorderem Drittel deines Stuhls! 
  1. Halte Blickkontakt: Schaue in die Kamera, sobald du sprichst! 
  1. Sprich deutlich! 
  1. Sprich in angemessener Lautstärke! 
  1. Sprich in angemessenem Tempo! 
  1. Mach mal Pause! 
  1. Bei Kratzen oder Räusperzwang: Schlucken, Trinken, einfach weitersprechen, sanftes Lutschbonbon lutschen. 
  1. Habe stets ein Getränk bereit stehen! 
  1. Habe Freude! 

Sofort umsetzbar – kurz und prägnant – zum Anpinnen für die Pinnwand 

Und warum das Ganze? 

  1. Nimm Haltung ein: Sitze gut aufgerichtet und locker auf dem vorderem Drittel deines Stuhls! 

Warum: Eine lockere Körperhaltung wirkt sich optimal auf die Stimmgebung und des Sprechens aus. Zusätzlich verschafft eine gute Haltung günstige Voraussetzungen für die Atmung. 

  1. Halte Blickkontakt: Schaue in die Kamera, sobald du sprichst! 

Warum: Mit Blickkontakt setzt du deinen Fokus auf dein Gegenüber. Du steigerst deinen sprach- und stimmlichen Ausdruck! Und wie im Offline-Bereich, erreichst du mit dem Blickkontakt deine Zuhörer*innen. Somit spürt dein Gegenüber dein Interesse an ihm und du verschaffst ihm (gerade online) ein Gefühl der Nähe. 

Doch: Gerade weil du im Online-Bereich eben nicht in die echte Augenlinse , sondern in die Kameralinse schaust, könnte dir diese Art von Kommunikation ungewöhnlich und unnatürlich vorkommen. Ich empfehle dir zwei Möglichkeiten: 

  1. Hänge dir ein Foto hinter die Kameralinse (entweder ein Foto deines Gegenübers oder ein Foto deines sogenannten Avatars). 
  1. Schau ruhig in das auf deinem Bildschirm angezeigte Gesicht deines Gegenübers. Sprich das, nach eigenem Ermessen, mit deinem Gegenüber ab. Das direkte Anschauen auf dem Bildschirm lässt dich eventuell natürlicher wirken.  

Egal, wie du dich entscheidest. Probiere es aus, übe, und mit der Zeit wirst du die für dich geeignete Methode herausfinden. 

  1. Sprich deutlich! 

Warum: Eine deutliche Aussprache erhöht die Verständlichkeit bei deinen Zuhörer*innen. Eine adäquate Mundöffnung ist gut für die Tragfähigkeit deiner Stimme und beugt Fehlspannungen, der an der Stimmgebung beteiligtem Muskeln, vor. Eine gute Aussprache wirkt sich positiv auf deine Stimme aus. 

  1. Sprich in angemessener Lautstärke! 

Warum: Angemessene Lautstärke schont die Stimme. Zu lautes Sprechen lässt deine Stimme schneller ermüden.  

  1. Sprich in angemessenem Tempo! 

Warum: Das Tempo bestimmt die Sprechdynamik. Beispiel: Leicht verständliche Äußerungen darfst du eher schnell sprechen. Bei Neuigkeiten oder besonders wichtigen Inhalten ist die Wirkung jedoch größer, wenn du eher langsam sprichst. 

  1. Mach mal Pause! 

Warum: Deine Zuhörer können das Gesagte besser verarbeiten. Wenn du den Blickkontakt während der Pause aufrecht erhältst, kann eine Pause spannungssteigernd sein. Pausen können deine Aufmerksamkeit für deine Inhalte erhöhen. Außerdem ermöglichen dir Pausen eine kleine Denk- oder Verschnaufzeit. 

Gute Pausensetzung gehört zur Königsdisziplin der Kommunikation. Das braucht Übung! 

  1. Bei Kratzen oder Räusperzwang: Schlucken, Trinken, einfach weitersprechen, sanftes Lutschbonbon lutschen. 

Warum: Bitte unbedingt das Räuspern vermeiden, weil es eine hohe Kehlkopfbelastung darstellt und sehr schädlich für die Stimmbänder ist. 

Als Getränk während der Konferenz empfehle ich stilles Wasser, Zimmertemperatur. 

  1. Habe stets ein Getränk bereit stehen! 

Warum: So hältst du deine Schleimhäute im Mund und Rachen feucht; dadurch werden sie gepflegt. Am besten ist stilles Wasser, Zimmertemperatur! Vermeiden solltest du Milch, Kaffee, Pfefferminz- und Kamillentee sowie Alkohol! 

  1. Habe Freude! 

Warum: Deine Freude lockert dich und überträgt sich auf deine Zuhörer*innen. 

Außerdem ist deine Sprechfreude in deiner Stimme hörbar! 

Und sonst noch:  

Deine Stimme wirkt. Immer!  

Stimmgebung ist ein hochkomplexes System. Wenn wir auf die Welt kommen ist das System bereits voll funktionstüchtig. Was hast du zuerst getan – auch wenn du dich selbst nicht erinnerst? Natürlich: Schreien – Atmen!  

Das System „Stimme“ wird im Laufe deines Lebens von vielen Faktoren beeinflusst. Schon in der frühen Kindheit hat deine Stimme Veränderungen durchlaufen.  

Durch deine Stimme und dein Sprechen vermittelst du deinen Zuhörer*innen nicht ausschließlich Inhalte. Denn deine Stimme und deine Körpersprache können soviel mehr.  

Du kennst es bestimmt selbst. Erinnere dich zurück: Die tröstende Stimme deiner Eltern, die beruhigende Stimme der Erzieherin, die lebhaften Stimmen deiner Freunde. Doch bestimmt gab es auch nervige Stimmen, kratzige Stimme, monotone Stimmen. Stimme kann so viel mehr. 

Deine Stimme spiegelt deine Stimmung wieder. Somit überträgst du deine Stimmung mit der Stimme auf deine Zuhörer*innen. Denn du steckst über deine Spiegelneuronen deine Zuhörer an. 

Präsentieren ist über den Inhalt hinaus überzeugender, wenn sich die Stimme auch noch gut anhört, ja – stimmig klingt. 

Für Radio- und TV- Moderator*innen ist ein Rede- und Stimmtraining selbstverständlich. Auch Schauspieler*innen und Politiker*innen haben in der Regel Ausbildungen in den Bereichen Stimmbildung und Sprecherziehung durchlaufen.  

Profitiere auch du! 

Viel Erfolg und Freude! 

Höre auch: Federwelt-Fachtalk-Podcast zum „Thema Räuspern“ – Kerstin Winterboer im Interview mit Chefredakteurin Anke Gasch von der Fachzeitschrift „Federwelt“ 

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